Vereinsziele / Objectives

Read the English version here!

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen in Papua Neuguinea, speziell in der Sandaun Provinz und ganz konkret in dem Dorf Iburu mit seinen 700 Enwohnern dabei zu unterstützen, deren eigene Lebens-situation, deren Lebensqualität zu verbessern.

Ein erstes direkt wirkendes Projekt – Solarstrom für Iburu

Der erste Beitrag von Papua-Solar e.V. ist ein mehrstufiges „Solar-Projekt“ zur Unterstützung der Menschen aus Iburu. Es soll die Menschen aus Iburu bei ihrem Bemühen unterstützen, Anschluss an die Moderne Welt zu bekommen. Damit hat es Pilotcharakter für eine ganze Region. Das Projekt soll in den nächsten Jahren realisiert werden. Kontakte zur Gemeinde und zu Entscheidungsträgern in der Region bestehen bereits. Zur Zeit läuft die Suche nach Partnerorganisationen und Fördermöglichkeiten.

Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit

Die konkreten Elektrifizierungsmaßnahmen in Iburu mit ihren unmittelbareren Wirkungen, sollen zur nachhaltigen Entwicklung des Dorfes und der Region beitragen. Das betrifft die folgenden Bereiche:

  • Bildung und Ausbildung/Berufliche Bildung
  • Besserer Zugang zu Trinkwasser und Nahrung
  • Gesundheitsförderung
  • Armutsreduzierung
  • Kommunikationsförderung
  • Kultur- und Geschichtsförderung

Nachhaltigkeits-Konzept

Die nachfolgenden Punkte korrespondieren miteinander, werden hier aber für eine übersichtlichere Darstellung gesondert erläutert.

Bildung, Ausbildung, berufliche Bildung

Die Grundlage des „Nachhaltigkeits-Konzeptes“ für Iburu und die Sandaun Provinz ist die von den Vereinten Nationen 1992 verabschiedete Agenda 21, in der u.a. die Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewusstseins und der beruflichen Aus- und Fortbildung als gemeinsames Leitbild für die Menschheit im 21. Jahrhundert dokumentiert ist. Die Bewusstseinsbildung der Menschen vor Ort ist Bedingung für die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse.

Werden Audio- und Videoelementen eingesetzt, haben auch Analphabeten eine Möglichkeit, mit Hilfe von Computernetzwerken Informationen aufzunehmen. Anwender haben zum Beispiel die Möglichkeit mit Pfeilen und Symbolen zu arbeiten.

Besserer Zugang zu Trinkwasser und Nahrung

Die Unterernährung ist in Iburu und der Sandaun Provinz weit verbreitet. Unterernährung kann, besonders im Kindesalter, zum Zurückbleiben in der körperlichen und geistigen Entwicklung (Retardierung), zu schweren Krankheiten und im Extremfall zum Tod führen. Damit einhergehend leiden Betroffene meist unter Eiweiß-, Fett-, Vitamin- und Mineralmangel.

Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist von allen globalen Problemen das größte soziale Problem die Unterernährung beziehungsweise der Hunger.

Sauberes Wasser wird wahrscheinlich das wichtigste Lebensmittel der Zukunft werden.

Gesundheitsförderung

Mit der Förderung und Stärkung der Gesundheit sollen Ressourcen und Potentiale der Menschen in Iburu und der Sandaun erreicht werden soll. Das bedeutet in erster Linie die Befähigung von Menschen, ihre Kontrolle über Determinanten der Gesundheit zu erhöhen und somit dessen Gesundheit zu stärken. Dabei werden nicht nur das Verhalten des Einzelnen, seine Kenntnisse und Fertigkeiten fokussiert, sondern auch soziale, ökonomische und Umweltbedingungen.

Kommunikationsförderung

Für Iburu und die Sandaun Provinze sind tertiäre Medien (mit technischen Sendern und Empfängern) als Kommunikationsmittel geplant, insbesondere PC, Internet, alle Arten von Datenträgern sowie das Telefon.

Kultur- und Geschichtsförderung

Im Zuge der Missionierung, Entwicklungshilfe und Modernisierung Iburus und der Sandaun Provinz sind vermehrt Fehlentwicklungen sichtbar. Männer z.B. pflegen ihre Gewohnheiten (Schilde, Speere, Trommeln schnitzen) nicht mehr, weil sie keinen Sinn darin sehen, diese Dinge zu besitzen – ohne Stammeskämpfe keine Waffen, ohne Ahnenkult keine Trommeln.