Gemeinsames Werkeln an den ersten Solaranlagen

CIMG0837Während unseres Aufenthalts im Dorf Iburu wurden gemeinsam mit den Bewohnern zwei Solaranlagen jeweils auf der Schule und auf einem Gemeindehaus installiert. Hier geht es zur Fotoglerie.

Die nötige Technik hatten wir zuvor eigens dafür bei dem papuanischen Elektronik-händler ESCO bestellt und nach Vanimo liefern lassen. Nach den offiziellen Ansprachen von Lehrern und Schülern wurde am Morgen des 10. April das erste Solarpanel aus seiner Verpackung befreit. Zum eigentlichen Photovoltaic-Panel gehören ein Metallgestell, ein Verteiler, eine Batterie sowie 4 Leuchtdioden-Lampen und Kabel.Das Gestell ist so konstruiert, dass man den Winkel des Panels entsprechend der Neigung des Daches oder dem Lauf der Sonne einstellen kann. Dieses Gestell wurde von den Bewohnern auf zwei Balken montiert. Somit war es dann möglich, diese Balken wiederum auf dem mit Blättern gedeckten Dach zu befestigen. Um die Konstruktion auf das Dach zu bekommen musste jedoch erst eine Leiter gebaut werden. Diese wurde kurzerhand aus drei Pfählen und ein paar Querstreben zusammengezimmert.

Nach der Montage auf dem wackeligen Hüttendach begann die Verkabelung im inneren der Hütte. Der Raum, in dem das Licht sein sollte ist sozusagen der zentrale Treffpunkt der Lehrer (Lehrerzimmer) und anderer lernwilliger Erwachsener. Die Hütten für die Schüler stehen rechts und links, wie auf einem Drei-Seit-Hof. In der Mitte ist der Schulhof.

Die Längen der Kabel bestimmten auch den Platz für den Verteiler und die Leuchtröhren. Mittels Kabelbinder, die wir mitgebracht hatten, wurde alles angebracht. Die Bewohner Iburus und wir waren gemeinsam bei der Arbeit. Jeder der „Mitarbeiter“ war jedoch froh, wenn die Arbeit wegen der Hitze und der feuchten Luft so schnell wie möglich erledigt sein würde.

DSC_0175An den Verteiler wird zuerst die Batterie angeschlossen. Dann folgen die Lampen und zum Schluss das Solarpanel. Ist alles korrekt installiert, leuchtet am Verteiler eine Lampe. Rot, wenn die Batterien geladen werden und grün, wenn der Ladevorgang beendet ist. Die Installation ist alles in allem kinderleicht. Alle Kabelverbindungen sind unterschiedlich farbig markiert. Eine Gebrauchsanweisung leitet durch den Aufbau der Anlage. Lesen können ist natürlich Bedingung.

Glücklicherweise hatten die Batterien etwas Kapazität, so dass wir uns sofort von der Funktionsfähigkeit der Anlage überzeugen konnten. Alle Lampen, die ihrerseits nochmals mit einem separaten Ein-/Ausschalter versehen waren, brannten. Der Platz in der Hütte, der ansonsten auch eher düster wirkte und war, wurde erstmals seit Bestehen von künstlichem Licht erhellt – ein großartiger Augenblick! Unsere Hände wurden zum Dank geschüttelt.

Bei der zweiten Anlage, die einen Tag später in einem kleinen Dorfgemeinschaftshaus errichtet wurde, war der Ablauf ähnlich. Diese Anlage soll zu einem späteren Zeitpunkt einen Platz auf dem Dach der Krankenstation bekommen, deren Bau wohl unmittelbar bevor steht.

Mit beiden Aktionen haben wir deutlich gemacht, dass wir Iburu und die Vanimo/Green Region in ihren Bemühungen um Verbesserung ihrer Lebensbedingungen unterstützen wollen. Wir haben auch deutlich gemacht, dass es sich bei diesen zwei Anlagen um ein Geschenk handelt. Alle weiteren Planungen können zukünftig nur gemeinsam erfolgen. Es wird keine weiteren Geschenke von diesem Wert geben und Fragen von technischem Verständnis, Wartung und Ersatzbeschaffungen müssen auch vorher geklärt sein.

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